The State of Social & Mobile Shopping: Erfolgselemente zur Steigerung des Abverkaufs durch Social Shopping und Mobile-Advertising-Ansätze

14.01.2016 Daniel Hoffmann

1. Abverkaufsteigerung durch Social Networks wie Facebook, Instagram oder Pinterest

Hier kann nur mit den Advertising-Produkten der Netzwerke selbst wirklich effizient gearbeitet werden, wenn es um Reichweite geht. Sie bieten ein großes Potential durch eine Vielzahl an zielgruppen- und produktgerechten Anzeigenformaten.

Bei Facebook vor allem:

Retargeting – Ein Nutzer hat sich auf der Unternehmensseite über ein Produkt informiert? Dann kann ihm beim nächsten Facebook-Besuch eine „Shop Now“-Coupon-Anzeige für das gesehene Produkt angezeigt werden.

Local Awareness Ads – Online-Werbung ist für Ihr Business weniger interessant, da es ein kleinerer, lokaler Shop ist? Facebook bietet mit den Local Awareness Ads die Möglichkeit, Anzeigen nur an Menschen auszuspielen, die sich in einem keinen Radius um das Geschäft aufhalten! Dabei können Freunde angezeigt werden, denen das Unternehmen gefällt oder eine Wegbeschreibung direkt zum Ladengeschäft.

Facebook Beacons – In den USA können Einzelhändler bereits Beacons von Facebook in ihren Geschäften anbringen. Diese lösen (sofern die Facebook App installiert ist) eine Push-Notification auf dem Smartphone der lokalen Besucher aus. Sie kann neben Meinungen und Empfehlungen von Freunden auch Angebote und andere Nachrichten übermitteln.

Bei Instagram und Pinterest vor allem:

Buy-Now-Anzeigen – Instagram und Pinterest eigenen sich für viele Produktkategorien sehr gut, um die Produkte zu inszenieren oder um die Nutzer zu inspirieren (durch Rezepte, Verwendungssituationen oder sog. „Hacks“). In beiden Netzwerken können diese Bilder mit „Jetzt kaufen“-Buttons versehen werden. So zeigen die Posts nicht nur die Likes und Kommentare der Community, sondern können direkt mit einem Klick gekauft werden.

2. Spezielle Social Shopping Apps und Networks

Shopcade, Nuji oder Shopa sind sozusagen „Social Shopping Networks“. Hier geht es viel um Fashion Styles aber auch andere Interessengebiete und spannende Produkte in diesem Umfeld. Es mischen sich also nicht, wie bei Facebook oder Instagram, Produkte unter private Urlaubsbilder der Freunde, sondern Nutzer folgen anderen Nutzern, die einen ähnlichen Geschmack haben oder z. B. immer die neuesten Gadgets kennen. Dabei geht es viel um Inspiration - aber vor allem auch um ein konkretes Kaufinteresse! Marken müssen hier direkt mit den Absendern der App kooperieren und/oder mit einflussreichen Usern („Influencern“) in Kontakt treten. Dies ist aufwändig für Unternehmen, aber die Kombination aus Influencern, einer shopping-affinen Nutzerschaft und Empfehlungen von Nutzer zu Nutzer über Likes und Kommentare birgt für einige Produktgruppen ein enormes Potential.

3. Beacon-Technologie und Mobile Advertising am Offline POS

Hier sei zunächst die größte Hürde der Beacon-Technologie genannt: Es wird eine eigene App auf dem Smartphone benötigt (bei eingeschaltetem Bluetooth), die das vom Beacon-Modul gesendete Signal interpretieren kann.

Facebook Beacons hatten – wie bereits erwähnt - ihr Debut in den USA und haben ein großes Potenzial, da die benötigte App (die Facebook App) bereits auf vielen Millionen Geräten installiert ist. Aber auch deutsche Anbieter wie barcoo oder Scondoo bieten breiter aufgestellte Social Shopping-/Cashback-Apps, die neben Produktbewertungen und Nutzermeinungen auch eine Beacon-Lösungen für Unternehmen anbieten. Immerhin schafft z. B. barcoo bereits eine Verbreitung auf mehreren Millionen Geräten in Deutschland. Weitere Ansätze, z. B. von Shopkick als Bonuspunkte-/Reward-System, bauen auf die Verbreitung ihrer App durch das Sammeln von Bonuspunkten und Prämien beim alltäglichen Shopping.

Anbieter in den USA wie inmarket oder Swirl gehen noch einige Schritte weiter und bieten bereits Anzeigen-Plattformen/-Netzwerke an, die mithilfe von In-Store Beacons und breit gestreuten App-Partnern höchstmögliches Targeting für mobile Anzeigen erlauben. Die landesweit verteilten Beacons und Partner-Apps (Einkaufslisten-, News- oder Rewarding-Apps) ermöglichen es Werbekunden, zum einen ein sehr granulares Targeting und zum anderen passgenaue Anzeigen, Coupons oder Aktionshinweise direkt im Store per push auszuliefern – relevanter und individueller geht es (heute) fast nicht.

Fazit: Die Erfolgselemente hinter Technologie und Anzeigen-Produkten

Die Antwort in einem Satz: Nutzerzentriertes Denken und Handeln, um größtmögliche Relevanz zu erreichen!

Die genannten Social Media- und Mobile-Maßnahmen stellen Nutzermeinungen und -Interessen sowie eine möglichst „störungsfreie User-Journey“ in den Mittelpunkt. Social Shopping liefert einen soziale Rahmen, also Empfehlungen und „Rückversicherung“ durch Freunde und andere Käufer.

Durch die granularen Targeting-Möglichkeiten können die Ansprache und die Auswahl der gezeigten Produkte je Nutzer personalisierter und damit relevanter erfolgen. Einen zusätzlichen Schub können schließlich Beacons geben, die auch die Orts-Komponente einbringen, um die Relevanz noch weiter zu steigern.