Cocomore Job-Check: Was macht eigentlich ein Consultant?

20.10.2016 Martin Geist

 

 

Der Cocomore Job-Check geht in die nächste Runde: Wir sprechen mit Katharina Kneißl über ihre Arbeit als Consultant, wie sie zu ihrem Beruf gekommen ist und darüber, wie ein Marketing-Konzept entsteht.

Martin: Katharina, wie lange arbeitest du schon bei Cocomore und was sind deine Aufgaben als Consultant? 

Katharina: Ich bin seit Oktober 2013 bei Cocomore und berate unsere Kunden in unterschiedlichen Marketing-Disziplinen.

Ich messe beispielsweise die Performance von Webseiten oder CRM-Kampagnen mit Hilfe von Google Analytics oder anderen Tools. Anhand dieser Daten analysiere ich die Ergebnisse und erstelle Reportings. Daraus folgt meine Empfehlung an den Kunden, welche Maßnahmen man wie ausbauen, optimieren aber auch welche man einstellen sollte. In größeren Abständen beurteile ich das „Big Picture“ und entwickle strategische Handlungsempfehlungen sowie Vorschläge für umfassende Maßnahmen.

Neben der Beratung unserer Bestandskunden nehmen wir auch an Pitches teil, um mit unseren Neukonzeptionen zu überzeugen. Dafür analysieren wir den Wettbewerb, definieren Zielgruppen und schätzen ab, mit welchen Inhalten und auf welchen Kanälen man diese am besten erreichen kann.

Du hast Media & Design Management studiert. Wusstest du da schon, dass du in diesem Bereich arbeiten möchtest? Wie bist du zum Consulting gekommen?

Während meines Studiums war mir bereits klar, dass ich im Bereich digitaler Medien arbeiten möchte. Nach mehreren Praktika im Projektmanagement hat sich für mich herausgestellt, dass meine Talente eher darin liegen, strategische Marketing-Konzepte zu erarbeiten und Prozesse stärker zu analysieren und zu hinterfragen. Also bin ich nach meinem Master direkt als Business Analyst im Consulting bei Cocomore eingestiegen. Reizvoll finde ich dabei insbesondere die Verknüpfung von Beratung und der engen Zusammenarbeit mit dem Projektmanagement. Aber auch die Möglichkeit, durch die detaillierte Auswertung der Projekte und Marketingmaßnahmen, deren Wirksamkeit direkt beurteilen zu können. Besonders toll ist das natürlich, wenn man so den Erfolg der eigenen Strategie in Zahlen nachweisbar vor Augen geführt bekommt.

Was macht dir an deinem Job besonders viel Spaß?

Zum einen bereitet mir die konzeptionelle Arbeit viel Freude: Wenn ich die Ergebnisse meiner Analysen vor mir habe, kann ich mir Gedanken machen, wie man diese ausgestalten und gegebenenfalls Lücken füllen kann. Zum anderen macht mir die Detektivarbeit großen Spaß. Ein Beispiel: Wenn auffällt, dass eine Webseite in einem Monat plötzlich deutlich mehr Besuche über Smartphones hat als zuvor, gilt es nach den Ursachen zu forschen. Gab es als Auslöser Media-Schaltungen in einem mobil-affinen Umfeld oder war das Thema besonders SEO-relevant und wird vor allem unterwegs gegoogelt?

An welchen Projekten arbeitest du gerade?

Derzeit bin ich stark in einem Pitch um den Relaunch einer Webseite für einen Kunden aus dem Finanzsektor eingebunden. Außerdem arbeite ich gerade für einen Lebensmittelhersteller an einem Programm, welches das langfristige Engagement mit den Konsumenten fördern soll.

Welche Schritte stecken hinter der Entwicklung eines Konzepts bzw. wie entsteht eine Marketing-Strategie?

Ein großer Teil bei der Entwicklung eines Konzepts ist die Analyse: Wir untersuchen, wie die Zielgruppe tickt und wie sie zu den Markenwerten des Kunden bzw. seiner Produkte steht. Außerdem durchleuchten wir die Konkurrenzsituation auf dem Markt und berücksichtigen gesellschaftliche Strömungen.

Anschließend analysieren wir die Mediennutzung unserer Zielgruppe: Auf welche Kanäle und Touchpoints können wir zurückgreifen und welche Rolle spielen sie beim Erreichen der Businessziele? So finden wir den optimalen Ansatzpunkt für die Entwicklung unseres Konzepts.

Was muss jemand mitbringen, der Consultant werden möchte?

Ein angehender Consultant braucht auf jeden Fall gute analytische Fähigkeiten und muss in der Lage sein, Zahlen zu interpretieren, Zusammenhänge zu erkennen und auf andere Zusammenhänge zu übertragen. Aber auch ein gewisses Maß an Einfallsreichtum ist wichtig. Schließlich soll aus den erarbeiteten Zahlen ein kreatives Konzept entstehen. Genauso bedeutsam ist die Fähigkeit, sich in den Konsumenten hineinzuversetzen: Denn am Ende ist er es, der die Botschaft sieht und darauf reagieren soll.