„Wir im Kiez“ auf der CeBIT: Cocomore präsentiert eine Sprachekennung für das soziale Netzwerk

28.08.2015 Clemens Weins

Seit Januar 2014 betreibt Cocomore gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI) das Projekt „Wir im Kiez“. Das soziale Netzwerk soll Berliner Senioren einfach und schnell online wie offline verbinden und zur aktiven Nachbarschaftshilfe anregen. Gefördert wird das auf zwei Jahre terminierte Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

„Siri in Social Networks“ – Clemens Weins referierte über praktische Spracherkennung

Nachdem etwas mehr als die Hälfte der Projektzeit hinter uns liegt, hatte unser Projektleiter und Key Account Manager Clemens Weins kürzlich die Chance, „Wir im Kiez“ auf der CeBIT 2015 in Hannover zu präsentieren: Am 19. März stellte er „Wir im Kiez“ gemeinsam mit Dr. Sven Schneider vom DFKI im Vortrag „Siri in Social Networks – Innovation für die Nachbarschaft“ vor. Dabei stand die im Rahmen des Projekts entwickelte Spracherkennungssoftware im Fokus.

Clemens Weins von Cocomore hält den Vortrag „Siri in Social Networks – Innovation für die Nachbarschaft“ auf der CeBIT 2015.
Cocomore Key Account Manager Clemes Weins (rechts) und Senior Consultant Dr. Sven Schneider vom DFKI präsentierten auf der CeBIT eine Spracherkennungssoftware für „Wir im Kiez“.
 

So verbindet Spracherkennungssoftware Senioren

Wer ein soziales Netzwerk für Senioren entwickelt, muss verschiedene Anforderungen berücksichtigen, die die ältere Zielgruppe mit sich bringt. So sollte u. a. auf scrollbare Inhalte verzichtet werden, die Typographie sollte groß und klar sein und der Wiedererkennungswert aller Symbole besonders hoch. Im Laufe des Projekts haben wir aus sämtlichen Herausforderungen drei wichtige Bedienoptionen für die Entwicklung abgeleitet:

Bei der Spracheingabe und dem Sprachdialog kommt bei „Wir im Kiez“ eine eigens entwickelte Spracherkennungssoftware zum Einsatz, die sich am Vorbild der Apple-Software Siri orientiert. Ein toller Pluspunkt für Senioren, die sich ganz einfach mithilfe von Sprache durch das soziale Netzwerk bewegen und darin kommunizieren können. Um die Authentizität zu erhöhen, erklingt dabei die Stimme von Joachim Born, dem Vorsitzenden des Netzwerks „Leben im Kiez (LiK)“ in Treptow. „Das Schöne für die Nutzer ist, dass sie wirklich mit dem Programm reden können und dabei eine echte Stimme hören“, sagt Clemens Weins.

Endspurt für „Wir im Kiez“

Derzeit liegt die Genauigkeit der Spracherkennungssoftware bei 74 Prozent. Da sie aber durch semantisches Verstehen „lernt“, wird sich diese Quote im Laufe der Zeit automatisch verbessern.

Generell geht das Projekt jetzt in die heiße Phase: Nun muss sich die Bedienerfreundlichkeit von „Wir im Kiez“ in zahlreichen Tests beweisen, denn bis Dezember 2015 soll die Entwicklung abgeschlossen sein und das komplette System stehen. Und ab Anfang 2016 gibt’s dann endlich offline Nachbarschaftshilfe, die online verabredet wird!