Mehrwert für VDMA Mitglieder im Zeitalter von Industrie 4.0

Carsten Müller

Das zentrale Datenhub des VDMA Verlags

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) ist einer der größten Verbände in Deutschland. Er vertritt die Interessen der Maschinen- und Anlagenbauindustrie. Für den VDMA Verlag hat Cocomore in den letzten Jahren ein komplexes System zur Verwaltung der VDMA Fachverbände, Mitgliedsfirmen sowie deren Inhalte erstellt. Dieses ist in erster Linie ein B2B-System, mit dem Firmen andere Firmen über ihren Tätigkeitsbereich und ihr Angebot informieren können.

Das System besteht vereinfacht gesagt aus:
  • einem Backend namens Tango, in dem die Inhalte gepflegt werden können,
  • verschiedenen Ausgaben (Frontends) wie vdma-products.com und vdma-e-market.de sowie
  • mehreren Schnittstellen zur Weitergabe der Daten an andere Webseiten oder Portale.

Im Backend können sich die Fachverbände und Mitgliedsfirmen anmelden und direkt ihre Daten pflegen, von der Nomenklatur über die Produkte, welche die einzelnen Hersteller anbieten, bis hin zu den Schulungen und Dienstleistungen, die angeboten werden. Das Backend beliefert andere Webseiten über verschiedene Layouts oder verschiedene Schnittstellen, sodass die Inhalte in diverser Form auf unterschiedlichen Webseiten und Portalen ausgegeben werden können.

Aufgabe des Systems

Neben der Verwaltung und Bereitstellung von Daten ist ein weiteres Ziel der Austausch von Daten untereinander. Industrie 4.0 ist hier das aktuelle Stichwort, das die Vernetzung der Hersteller und ihrer Produkte beschreibt. Hier möchte das neue System eine Lücke füllen, indem es den Herstellern ermöglicht, ihre Produktdaten zentral zwischen den verschiedenen Formaten konvertieren zu können. Diese Konvertierung und der Austausch der Firmen untereinander gestalten sich vielfach als sehr schwer durchführbar. Die Daten müssen oft manuell konvertiert und aufbereitet werden. Aufgrund fehlender einheitlicher Standards existiert eine Vielzahl an Austauschformaten bzw. ist ein echter Austausch der Daten nur sehr schwierig, teilweise auch gar nicht, zu bewerkstelligen. Indem der VDMA hier ein zentrales, allgemein gültiges Format für seine Mitglieder vorgibt, können diese ihre Datenhaltung mit dem VDMA Standard synchronisieren. Im Tango Backend gibt es dann die Möglichkeit für die Hersteller, ihre Produktdaten in andere Standardformate zu konvertieren. Der VDMA Standard dient dabei als Referenz. Diese Funktion als Konverter ist derzeit noch im Aufbau, die ersten Formate werden aber bereits unterstützt.

Fakten in der Übersicht

Im Tango Backend werden derzeit etwa
  • 90 Klassifikationen,
  • 3.800 Firmen,
  • 250.000 Produkte,
  • 350.000 Inhalte in insgesamt
  • 10 Sprachen

verwaltet. Dieses Backend dient in erster Linie der zentralen Verwaltung aller Inhalte und deren Auslieferung an andere Webseiten, auf denen diese Daten in aufbereiteter Form dargestellt werden. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um eigene Webseiten der einzelnen Fachverbände, auf denen die themenspezifischen Inhalte (z. B. zum Thema Holz- oder Textilverarbeitung) dargestellt werden. Doch auch die vdma.org Seite wird mit Inhalten zu den einzelnen Fachverbänden und Mitgliedsfirmen versorgt. Eine Besonderheit bildet der VDMA E-Market (https://www.vdma-e-market.de), mit dem sich mehrere verschiedene Fachverbände zusammengetan haben. Auf dem E-Market ermöglichen sie es den Mitgliedsfirmen, ihre Produkte im Detail abzubilden. Weitere Infos hierzu finden Sie im Blogpost 6 - Der VDMA E-Market (noch nicht veröffentlicht).

Insgesamt sind derzeit über 20 verschiedene Webseiten an das Tango Backend angeschlossen, Tendenz steigend.

Übersicht des Gesamtsystems:

Mindmap als Übersicht der Funktionen von Tango:

Derzeit besteht das System aus vielen verschiedenen Komponenten und Funktionen, die wir in weiteren Blogposts kurz vorstellen.

Über Carsten Müller

Carsten Müller arbeitet seit 2005 bei Cocomore. Als Senior Manager Software Developer konzipiert und erstellt er komplexe und umfangreiche Websites (und repariert keine Computer ;)). Zuvor war er bei SevenOne Intermedia, einer Tochter der ProSiebenSat1 Gruppe, tätig.

Carsten in drei Worten beschrieben: Nordisch by nature.