„In Zeiten des demografischen Wandels kann die Digitalisierung einen wertvollen Beitrag für mehr menschliche Nähe und Lebensfreude leisten“

Frankfurt/Main, 25. April 2016. Nico Beck, Leiter Konzeption und User Experience bei Cocomore, präsentierte auf der diesjährigen Zukunft Lebensräume in Frankfurt das Forschungsprojekt „Wir im Kiez“ – eine innovative App zur Nachbarschaftshilfe, die die Agentur für Marketing und IT gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entwickelt hat.

Der Bedarf an zukunftsweisenden Wohnformen, barrierefreien Quartieren und assistiven Technologien wächst. Ursache hierfür ist der demografische Wandel, der die Gesellschaft vor zahlreiche Herausforderungen stellt. Unter dem Leitgedanken, Menschen ein „Aktives Assistiertes Leben“ zu ermöglichen, fand am 20. und 21. April 2016 die Zukunft Lebensräume in Frankfurt am Main statt. Im Rahmen des branchenübergreifenden Forums präsentierte Nico Beck, Leiter Konzeption und User Experience der Frankfurter Agentur Cocomore, in einem Vortrag das Forschungsprojekt „Wir im Kiez“ – eine innovative App zur Nachbarschaftshilfe.

Vor allem ältere Menschen profitieren von einer digitalen Nachbarschaftshilfe

Die Frage, wie die Digitalisierung dazu beitragen kann, das soziale Miteinander zu stärken und die gegenseitige Unterstützung zu erleichtern, stand im Mittelpunkt des Projekts „Wir im Kiez“, das von Cocomore gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt wurde. Ziel war es, einen Prototyp für eine App zu entwerfen, über die vor allem ältere Menschen via Smartphone oder Tablet in Kontakt treten können, um sich gegenseitig bei alltäglichen Problemen zu unterstützen. So soll künftig ein soziales Netzwerk entstehen, das besonders denjenigen zugutekommt, die allein leben und über wenige bis keine sozialen Kontakte verfügen.

Über „Wir im Kiez“ können Senioren, die fit sind, anderen ihre Hilfe anbieten – etwa bei der Gartenarbeit oder beim Einkauf. Wer wiederum auf Unterstützung angewiesen ist, kann ein Hilfegesuch einstellen und beispielsweise jemanden finden, der sich während eines längeren Krankenhausaufenthaltes um das Haustier kümmert. „Genutzt werden soll die App einmal von allen Altersgruppen, denn auch Hilfegesuche und -angebote jüngerer Menschen sind willkommen. Nicht zuletzt geht es aber darum, verstärkt Senioren zu motivieren, auch am digitalen Leben teilzuhaben und so bis ins hohe Alter Gemeinschaft zu erfahren“, erklärt Nico Beck.

Die Nutzerfreundlichkeit der App steht im Fokus

Besonders wichtig bei der Entwicklung von „Wir im Kiez“ war, die App in ihrer Bedienung so einfach wie möglich zu gestalten. „Wir sind davon überzeugt, dass die Digitalisierung gerade in Zeiten des demografischen Wandels einen wertvollen Beitrag für mehr menschliche Nähe und Lebensfreude leisten kann“, so Nico Beck weiter. „Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass bei der Entwicklung entsprechender Tools die Nutzerfreundlichkeit im Vordergrund steht, damit sie den Praxistest bestehen.“

Die Usability stand auch bei der Entwicklung von „Wir im Kiez“ im Mittelpunkt. So verfügt der Prototyp der App neben einer intuitiven Nutzerführung über eine Sprachsteuerung für Menschen, denen das Tippen nicht mehr so leicht fällt. Die finale Testphase des Forschungsprojektes konnte nach zwei Jahren Entwicklung im Dezember 2015 erfolgreich abgeschlossen werden. Die ersten Ergebnisse zeigen: Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit konnten die Probanden die Anwendung problemlos nutzen. Nico Beck: „Nun geht es darum, die nächsten notwendigen Schritte zu prüfen, um von der Idee in die tatsächliche Umsetzung gehen zu können.“

 

Über das KMU-Innovativprojekt „Wir im Kiez“

„Wir im Kiez“ ist ein Forschungsprojekt im Technologiebereich „Mensch-Technik-Interaktion für den demografischen Wandel“ des Förderschwerpunktes „KMU-Innovationsinitiative IKT“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das Projekt startete am 1. Januar 2014, die Testphase wurde im Dezember 2015 erfolgreich abgeschlossen. Die Projektkoordination liegt bei Cocomore, der Frankfurter Agentur für Marketing und IT. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Berlin verantwortet die wissenschaftliche Forschung.

Über Cocomore

Als Agentur für Marketing und IT zeichnet Cocomore sich durch Exzellenz in Kreation und Technologie aus. Mit 140 Mitarbeitern und Büros in Frankfurt am Main, Genf und Sevilla entwickelt und betreut das Unternehmen Kommunikations-, E-Commerce- und CRM-Lösungen (Customer Relationship Management). Zu den Kunden gehören unter anderem Nestlé, Procter & Gamble, Merz, Otto, Sanofi und der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau). Die Cocomore AG hat Projekte in über 30 Ländern realisiert. Mit Erfolg: In einer Kundenbefragung von brand eins und Statista wurde Cocomore in der Kategorie „Digital und Internet“ zu den 5 besten Kommunikationsagenturen Deutschlands gewählt. Auch im Bereich Nachhaltigkeit überzeugt Cocomore und ist für Corporate Social Responsibility-Leistungen von EcoVadis zertifiziert. Weitere Informationen unter www.cocomore.de