Europäische Union  |  SOFTWARE

Fakten
Herausforderung: 

Die EU hat großes Interesse daran, die Übersetzung von Webinhalten permanent zu erleichtern und zu verbessern. Denn dies ist für die Kommunikation innerhalb Europas und mit dem Rest der Welt, zum Beispiel im Bereich Export, von weitreichender Bedeutung. Bei der maschinellen und menschlichen Übersetzung ist neben dem Originaltext Zusatzwissen unerlässlich. Nur so können Menschen oder Maschinen zum Beispiel entscheiden, welche Teile des Textes übersetzt werden sollen und wenn ja, wie. Eine präzise und effiziente Auszeichnung von Inhalten mit standardisierter Zusatzinformation spart daher Zeit und Kosten im Übersetzungsprozess. Zurzeit existiert jedoch kein Weg, um solche Informationen als sogenannte Metadaten direkt mit Texten zu verknüpfen. So entstand die Aufgabe, erstens einen Standard zu entwickeln und zu definieren, und zweitens eine Übersetzungsanwendung zu programmieren, die den neugeschaffenen Standard unterstützt.

Lösung: 

Bei der technischen Umsetzung dieses Projektes kam uns eine Schlüsselrolle zu. Als Experten für das führende Open-Source-System Drupal entwickelten wir einen kostengünstigen Editor, mit dem Metadaten von Webinhalten einfach und effizient integriert werden können. Der Editor ist voll in den Übersetzungsworkflow integriert und kommuniziert über offene Schnittstellen mit Anwendungen zur maschinellen Übersetzung und mit Lokalisierungsdiensten. Mit einem Referenzfall für den VDMA (Deutscher Verband für Maschinen- und Anlagenbau) wiesen wir die Funktionsfähigkeit des Editors nach. Darüber hinaus hatten wir Anteil an der Entwicklung des neu geschaffenen Standards Internationalization Tag Set „ITS 2.0“. Dies geschah in enger Zusammenarbeit mit Partnern im World Wide Web Consortium (W3C), dem Gremium zur weltweiten Standardisierung von Web-Technologien. Unterstützt wurde dieses komplexe und umfangreiche Projekt von der EU.