DrupalCon Barcelona Zwischenbericht

Christoph Gahmann

Hola! Am Dienstag startete offiziell die DrupalCon 2015 in Barcelona. Es ist der Tag, wenn die Vorträge beginnen, das Gruppenfoto geschossen wird und der erste Tag nach Begrüßungen, Sprints und Partys mit der Community. Und an diesem Morgen eröffnete der Drupal-Gründer Dries Buytaert seine „Driesnote“ mit der skeptischen Frage „Is Drupal losing momentum?“ und beantwortete  sie gleichzeitig mit „Yes!“. Schließlich warten die User ungeduldig auf Drupal 8, woran schon seit 5 Jahren entwickelt wird. Zumal es schon Ende 2012 ein Code Freeze gab.
Doch Dries nahm sogleich den Wind aus den Segeln, indem er aufzeigte, dass vor jedem großen Major Release eine Flaute kommt und es nach dem offiziellen Release steil nach oben geht. So war es bei Drupal 6 und 7. Hoffen wir, dass er auch dieses Mal Recht behält, wenn am 07. Oktober 2015 Drupal 8 Release Candidate 1 kommt.
 

Und wir dürfen uns auf viele Änderungen und Weiterentwicklungen freuen. Für mich als Frontend-Entwickler wird es z.B. mit der neuen Template-Sprache {{Twig}} erheblich einfacher sein, Funktionen oder Variablen in die jeweiligen Templates zu schreiben. Es ist eine Drehung um 180 Grad zu der PHPTemplate-Entwicklung, wie wir sie noch von Drupal 7 her kennen.
Es bedeutet volle Kontrolle:

  • nie mehr Divitis
  • nie mehr CSS-Klassen-Suppe
  • nie mehr Drupal Standard-Markup und Klassen
  • nie mehr über das Markup schreien und nicht zu wissen woher es eigentlich kommt
  • nie mehr regex benutzen, nur um eine CSS-Klasse zu ändern

 
Das meint aber z.B. auch, dass wir über die neue info.yml sehr viel einfacher CSS-Dateien anfügen, aber auch wieder entfernen können. Dass von Haus aus jQuery nicht mehr geladen wird und man jetzt einzelne Javascript-Dateien in Abhängigkeit z.B. zu einem Framework setzen kann. Dass das Standard-Logo und viele Icons in SVG und nicht mehr in PNG ausgeliefert werden. Und dass sehr viel in Sachen Accessibility durch SMACSS & BEM getan wurde.
 
Es ist ein sehr wichtiger und essentieller Schritt und allein vom Frontend sollte daher dem Aufschwung nichts mehr im Wege stehen.

Adiós

Christoph Gahmann

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Christoph Gahmann arbeitet seit 2007 bei Cocomore. Als Senior Frontend Developer entwickelt er kleine wie große Webseiten. Zuvor war er beim Notebook-Shop in Darmstadt tätig. Christoph in drei Worten beschrieben: ich bin ich